Tierschutzverein Lilienthal, Worpswede und Grasberg e.V.


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Affenversuche in Bremen

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TIPS UND HINWEISE DES DEUTSCHEN TIERSCHUTZBUNDES
Wir geben an dieser Stelle Tips und Hinweise der Dachorganisation unseres Vereins zu bedenken und freuen uns auf Ihr Interesse und auf Ihr Verständnis.

Bremen: Affenversuche und kein Ende


Dieser Beschluß hat weit über die Bremer Landesgrenzen hinaus Schlagzeilen gemacht: Bundesweit berichteten die Medien angesichts der Entscheidung der zuständigen Bremer Gesundheitsbehörde, den Affenversuchen des Hirnforschers Andreas Kreiter an der Universität Bremen keine Genehmigung über den 30. November 2008 hinaus mehr zu erteilen.

Seit 1997 kämpft der Bremer Tierschutzverein gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund gegen diese Versuche - immer mit demokratischen, legalen und friedlichen Mitteln. Schon bevor Andreas Kreiter den Ruf der Universität im Jahr 1998 annahm, hatte der Bremer Tierschutzverein einen Bürgerantrag mit dem Titel „Keine Primatenforschung an der Universität Bremen" initiiert, um die Einrichtung des Lehrstuhls für Hirnforschung von vornherein zu verhindern. Seitdem haben mehr als 100.000 wahlberechtigte Bremer Bürgerinnen und Bürger diesen und weitere Bürgeranträge des Bremer Tierschutzvereins gegen die Affenversuche unterstützt. Mit zahlreichen wissenschaftlichen Gutachten und Expertengesprächen haben die Tierschützer die Berechtigung ihres Anliegens belegt und eine intensive Aufklärung der Öffentlichkeit betrieben.

Nach langer Auseinandersetzung herrscht seit 2007 endlich auch in der Politik Einigkeit darüber, daß die Affenversuche gestoppt werden müssen. Der Bremer Senat hat im Frühjahr 2007 beschlossen, daß der Ausstieg aus den Experimenten bis 2008 erfolgen soll. Im Oktober 2008 hat die Bremer Gesundheitsbehörde die zur Fortsetzung der Affenversuche erforderliche Genehmigung verweigert Doch weder Kreiter noch die Universität wollen das demokratisch verordnete Ende dieser Versuche, die von Fachleuten, Behörden, Politkern und einer breiten Öffentlichkeit als ethisch nicht vertretbar angesehen werden, akzeptieren. Sie haben über einen Eilantrag Ende Dezember 2008 die vorläufige Fortführung der Affenversuche gerichtlich erzwungen.

In seiner Entscheidung vom 19. Dezember hob das Verwaltungsgericht Bremen hervor, daß über die Rechtmäßigkeit des Beschlusses der Bremer Gesundheitsbehörde, die Versuche nicht mehr zu genehmigen, gerichtlich erst dann entschieden werden könne, wenn das laufende Widerspruchsverfahren gegen diesen Beschluß abgeschlossen sei. Es räumte den Interessen der Universität Bremen jedoch zunächst Vorrang ein und erlaubte die Fortsetzung der Versuche bis zum Abschluß des Widerspruchsverfahrens (voraussichtlich im Frühjahr 2009). Es dürfen aber keine neuen Tiere eingesetzt werden.


Der Bremer Tierschutzverein und der Deutsche Tierschutzbund werden weiter mit aller Macht dafür kämpfen, daß Tierschutzgesetz und Staatsziel Tierschutz keine Lippenbekenntnisse bleiben, sondern ordnungsgemäß umgesetzt werden. Um seine Forderungen zu untermauern, hat der Tierschutzverein schon einen neuen Bürgerantrag gegen die Affenversuche aufgelegt. Tausende wahlberechtigte Bremer Bürgerinnen und Bürger haben bereits innerhalb weniger Wochen mit ihrer Unterschrift dokumentiert, daß sie die Forderung nach Beendigung dieser Affenversuche weiterhin unterstützen.











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