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Freude und Leid > Leid
Das hat Cléo wirklich nicht verdient
Vieles deutet darauf hin, daß es ein Zweiradfahrer gewesen sein muß: Die einzelne Bremsspur, Katzenhaare und Reste von Blut auf dieser Spur. Unsere Katze Cléo wurde vor unserer Haustür zusammengefahren – am Abend des 16. August 2008 in Lilienthal-Worphausen im „Sonnenblick“.
Wir hatten Cléo mit sechs Geschwistern als Flaschenkinder bei der Nachbarin mitaufgezogen, nachdem ihre Katzenmutter – auf ähnliche Art und Weise? – urplötzlich verschwunden war und ihre Kleinen im Alter von zwei Wochen allein zurückgelassen hatte. Sie und noch ein Katzenmädchen aus diesem Wurf hatten wir dann zu uns genommen. Das ist jetzt vier Jahre her. Beide hatten uns seitdem nur Freude gemacht. Nun fand ich meine Katze morgens früh in erbarmungswürdig verstümmeltem Zustand jammernd in unserem Garten. So zugerichtet, daß mir ständig vor Augen steht, wie sie noch Stunden zuvor fröhlich im Garten gespielt und getobt hatte – am liebsten dann, wenn wir um sie waren.
Das ist nun vorbei. Dr. Drees hatte Cléo sofort am Sonntagmorgen zu sich geholt, sie nach allen Regeln medizinischer Kunst versorgt, und augenscheinlich alles, wirklich alles getan, um sie zu retten – leider vergebens. Nach einer Woche haben wir sie nun in den Katzenhimmel erlösen müssen, um ihr aussichtsloses Leid zu ersparen. Es war das Beste für sie - leider!
Der Schuldige wird nun damit leben müssen, was er angerichtet hat. Wer es gewesen ist, läßt sich nur raten, bisher aber nicht beweisen.
Auffallende Geräuschentwicklung ist schließlich allenfalls ein Hinweis darauf, daß die hier geltende Tempo-30-Zone eher als lockere Empfehlung für senile „Grufties“, nicht aber als verbindlich für jüngere Fahrkünstler gesehen wird und daß der TÜV vielleicht etwas genauer hinsehen sollte. Mehr läßt sich daraus nicht ableiten. Leider nicht.
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