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Die Katze, die nach Paris reiste
Nein, es ist nicht die Absicht, an dieser Stelle oder anderswo auf dieser Tierschutz-Website eine Bücherecke einzurichten. Allein schon deshalb nicht, weil es unmöglich wäre, die ungewöhnlich vielfältige Literatur auf diesem Gebiet andeutungsweise angemessen zu berücksichtigen - was wiederum zu Unzuträglichkeiten führen könnte.
Eine seltene Ausnahme sei gestattet: Durch Zufall flatterte mir unlängst das Buch "Die Katze, die nach Paris reiste" auf den Tisch. Es erschien 1995, ist aber noch antiquarisch zu bekommen. Es schildert in hinreißender Weise die rührende und anrührende, niemals aber rührselige Geschichte von Norton, dem Kater des bekannten amerikanischen Drehbuchautors Peter Gethers, zu dessen Freunden und Geschäftspartnern Prominente wie der Schauspieler Harrison Ford und der Regisseur Roman Polanski gehören. Vorweg verraten sei, daß die sehr reale Geschichte mit einem Happy End im Buch ausklingt.
Norton kam als Geschenk zu Geithers, der bis zu diesem Augenblick bekennender Katzenhasser war, sich aber dann sehr schnell umstimmen ließ. Der Beruf brachte es mit sich, das Geithers viel auf Reisen war - innerhalb der Vedreinigten Staaten und auch zwischen den USA und Europa.
Kater Norton war stets mit von der Partie und begleitete seinen Besitzer anhänglich und liebevoll umsorgt buchstäblich auf Schritt und Tritt auf beinahe jedem Spaziergang, aber auch auf den meisten Interkontinentalflügen. Das läßt sich kaum schildern, man sollte es selbst gelesen haben. Eine Probe sei gestattet, sozusagen als Appetithappen für's Weiterlesen. Ort der Handlung ist einer von zahlreichen Interkontientalflügen mit der "Concorde":
" ...Ich verbrachte die Flüge mit Lesen, Schreiben oder Umschreiben. Norton wanderte die wenigen Stunden in der Kabine herum und freundete sich mit den Flugbegleiterinnen und den Mitreisenden an. Für ihn war es eindeutig das Äußerste an Luxus und der Höhepunkt seiner Reisen nach Europa. Die Flugnegleiterinnen lernten ihn so gut kennen, daß ich nicht einmal mehr seinen Karton mitzubringen brauchte. Nach einiger Zeit genügte es, wenn ich nur noch die Schultertasche aus Stoff für ihn mitnahm. Er fühlte sich in dem Flugzeug so zu Hause, daß ich halb damit rechnete, bald auf einem der Flüge folgende Ansage über den Lautsprecher zu hören: "Ladies and Gentlemen, wir haben für diesen Flug einen Gastpiloten. Monsieur, bitte begrüßen Sie die Passagiere." Dann kam der Pilot an das Mikrofon, und ich hörte: "Miau."
Viel Lesevergnügen wünscht Alexander von Golowatscheff !
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