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Private Pflegestellen für Katzen und Hunde dringend gesucht !
Insgesamt 108 Katzen sind im abgelaufenen Jahr 2008 vom Tierschutzverein Lilienthal, Worpswede und Grasberg e.V. im Lilienthaler Katzenhaus betreut worden. Die Zahl wurde am Montag in der ersten vereinsöffentlichen Vorstandssitzung des Vereins genannt. Lediglich acht Tiere aus dem Neuzugang des vorigen Jahres konnten noch nicht wieder vermittelt werden, Insgesamt sind dort gegenwärtig 17 vierbeinige Gäste untergebracht. Hingegen fanden 84 Stubentiger mit Hilfe der Lilienthaler Tierschützer in 2008 wieder ein neues Zuhause, drei blieben gleich beim Finder, zwei kamen zu ihren Besitzern zurück – einer von ihnen war und ist nun wieder in Bremen-Osterholz zu Hause und niemand weiß, wie er letztlich bis nach Lilienthal gekommen war. Elf Tiere allerdings waren schon so krank und heruntergekommen, daß sie starben oder eingeschläfert werden mußten – eine traurige Aufgabe, die engagierten Tierschützern besonders schwerfällt.
An dieser Stelle wird ein Problem deutlich, das der Verein nun lösen möchte. Er hofft dabei auf die Hilfe tierlieber Menschen, die Herz und Zeit für die vielfach leidende Kreatur aufbringen möchten. Manch ein Tier, zumal wenn es ausgesetzt wurde, geschwächt und halbverhungert, womöglich schon sehr krank ist, braucht dringend intensive Hilfe, wenn es eine Chance haben soll, wieder so viel Lebensqualität zu gewinnen, wie sie auch unseren Mitgeschöpfen zusteht. Dabei haben solche Tiere oft genug ihr Vertrauen in den Menschen verloren, der sie derart enttäuscht und im Stich gelassen hat. Beileibe nicht alle Tiere sind aber ausgesetzt worden, manche fanden einfach nicht mehr nach Hause zurück und sind genau so hilfebedürftig.
Private Pflegestellen für Katzen und andere Vierbeiner, die intensiv wieder aufgepäppelt, vielleicht auch vom Tierarzt behandelt werden müssen, können oft die Lösung sein. Unser Lilienthaler Katzenhaus wird zwar rundum geschätzt, weil sich längst herumgesprochen hat, daß engagierte Betreuer viel mehr für die Pfleglinge tun, als sie zu verpflegen, sie kostengünstig "aufzubewahren" und dann weiterzuvermitteln. Auch ihre Möglichkeiten, einem Tier individuell gerecht werden zu können, sind aber bei allem Engagement begrenzt. Private, liebevolle Pflegestellen für die Tiere, die am härtesten getroffen sind, könnten eine Lösung sein. Der Tierschutzverein hofft ganz dringend, daß sich Menschen finden, die bereit sind, an solchen Mitgeschöpfen das gutzumachen, was ihnen andere Menschen angetan haben.
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