Tierschutzverein Lilienthal, Worpswede und Grasberg e.V.


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Sommerblütenfest

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Sommerblütenfest in Grasberg

Wenn bis zu 20 Hausfrauen - meist erwerbstätige Mütter mit Kindern - in ihrer spärlichen Freizeit unentgeltlich Kuchen backen und auch die Zutaten als Spende betrachten, wenn einige von ihnen den Kuchen auch noch ehrenamtlich, also unentgeltlich anbieten - was wird dann in unserem Tierschutzverein vorbereitet? Richtig geraten! Ein Info-Stand an einem verkaufsoffenen Sonntag in - sagen wir einmal - Lilienthal oder auch Worpswede. Und wenn solche Vorbereitungen einmal ausfallen, und trotzdem ein Info-Stand ansteht - von welcher Veranstaltung ist dann die Rede? Ja, Sie haben wieder richtig vermutet - dann handelt es sich um das Sommerblütenfest in Grasberg.




Auch in diesem Jahr wurde es uns dort - ganz anders als in den Nachbarorten - vom Veranstalter wieder nicht gestattet, den Besucherinnen und Besuchern unseres Info-Standes anzubieten, was anderenorts geradezu ein Renner geworden ist - den uns unentgeltlich und ehrenamtlich zur Verfügung gestellten Kuchen - unentgeltlich zur Verfügung gestellt deshalb, weil auch der Verein das tun möchte, was fast alle anderen Standinhaber und die Ladengeschäfte an verkaufsoffenen Sonntagen legitimerweise auch möchten: Geld verdienen - in unseren Fall ganz uneigennützig für unseren guten Tierschutz-Zweck. Als Begründung wurde uns - Sie lesen richtig - gesagt, in Sachen Kuchenverkauf sei unsere Konkurrenz unerwünscht, deshalb dürften wir am Stand die Backwaren nicht anbieten.




Soweit die Fakten - sie decken sich mit früheren Erfahrungen dieser Art. Bleibt zu erwähnen, daß wir umgekehrt als Tierschutzverein keinerlei unlauteren Wettbewerb darin sähen, wenn andere - auch Gewerbetreibende - womöglich unsere Ziele auch im Laden fördern wollten. Und das wir denen, die da ernstlich glauben, uns als Konkurrenz abwehren zu müssen, raten, selbst erst einmal 20 Hausfrauen oder mehr zu motivieren, für sie ehrenamtlich Kuchen zu backen und ihn dann noch unentgeltlich zu vermarkten. Von der Frage nach der wirtschaftlichen Macht in einer politischen Gemeinde einmal ganz zu schweigen …


So hat denn der Verein - anders als jene, die ihn nur als "Konkurrenz" sehen können - beim Sommerblütenfest kaum Geld verdient - wie gut nur, daß nicht auch für das bei Kindern so beliebte Glücksrad und das Dosenwerfen gewerblicher Wettbewerb auszumachen war. Geworben wurde wieder einmal für herrenlose Katzen, für die wir dringend ein liebevolles Zuhause oder doch wenigstens eine/n Paten/in suchen.
Weiteres Werbematerial wurde ausgelegt und viele Unterschriften gegen unangemessen lange Tiertransporte wurden gesammelt - EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso wird demnächst auch von uns Post bekommen. Ob er sie dann auch lesen wird?




Doch insgesamt hielt sich die Besucherzahl in überschaubaren Grenzen - erfahrungsgemäß war das ja ohne Kaffee und Kuchen auch kein Wunder.



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