Hauptmenü
Freude und Leid > Freude
April 2010
Die meisten Katzenfreunde, die zu uns ins Katzenhaus kommen, haben bereits eine ungefähre Vorstellung, wie ihr neues Familienmitglied sein soll.
Im Falle von Napoleon war es jedoch ganz anders. Obwohl der stolze Kater es seinen neuen Besitzern anfangs nicht leicht gemacht hat, würden sie ihn heute auf gar keinen Fall mehr hergeben.
Aber lesen Sie selbst:
Von der Kratzbürste zum Stubenkater
Als wir, mit den Wunsch nach einer Katze, für uns und unsere Kinder, erstmals in das Katzenhaus kamen hatten wir die Vorstellung ein kleines Kätzchen, dass schmusig und verspielt ist mit nach Hause zu nehmen. Doch dann kam alles ganz anders. Als wir Napoleon sahen, dachten wir sofort, der soll es sein. Der imposante TürkischVan Kater war groß und wirkte, als hätte er einen sehr starken Charakter.
Doch dann kam die Ernüchterung: der Kater ließ sich kaum anfassen, wenn man ihm am Rücken berührte fauchte er laut. Und trotzdem, obwohl wir mit zwei kleinen Kindern ein kleines Risiko eingingen, hatten wir das Gefühl: `Das ist unser Kater´, und sagten zu. Da wir kurz vor einem Umzug standen musste Napoleon noch für ein bis zwei Monate im Katzenhaus bleiben. Wir besuchten ihn regelmäßig, sahen jedoch keine Fortschritte, im Gegenteil, meist ging er wenn wir kamen in sein Häuschen und kam nicht wieder heraus, bis wir seinen Käfig verlassen hatten.
Als wir ihn dann schließlich abholten hatten wir große Zweifel. Unseren Kindern sagten wir zunächst, sie dürfen dem Kater weder nachlaufen, noch ihn anfassen. Unsere große Tochter war enttäuscht, hatte sie sich doch eine Katze zum Spielen gewünscht. Am ersten Tag zog Napoleon durch die Wohnung und knurrte, sobald er in unsere Nähe kam. Doch schon am zweiten Tag war er wie ausgewechselt. Er schien Kinder zu kennen, denn er schlich immer um unsere Tochter herum maunzte sie an und legte sich schließlich zu ihr auf das Sofa und ließ sich von ihr streicheln.
Napoleon ist ein Dickkopf er hat etwas Königliches. Er geht nicht, er wandelt durch die Wohnung und hat draußen bereits allen Nachbarskatzen und auch dem Nachbarhund klargemacht, dass er der Boss ist. Er ist nicht niedlich! Napoleon niedlich zu nennen wäre wohl eine Beleidigung für seine Exzellenz. Er lässt sich nur ungern auf den Arm nehmen und bürsten findet er ganz doof, aber als Langhaarkatze muss er es sich gefallen lassen. Das ist die eine Seite von Napoleon. Die andere ist, dass er sich immer in unsere Nähe legt. Sich mittlerweile überall gern streicheln lässt, besonders gern wird er am Bauch gekrault. Er faucht gern aber er hat noch keinen von uns ernsthaft gekratzt. Und - er hat sich abgewöhnt nur das allerteuerste Futter zu fressen und nimmt jetzt auch mit Futter aus der mittleren Preiskategorie vorlieb.
Napoleon ist ein Kater, der dringend Familienanschluss braucht. Je sicherer er sich bei uns fühlt, desto häufiger kommt er zum Schmusen.
Wenn ich meine kleine Tochter (mittlerweile 2 Jahre) zum Wickeln hinlege, kommt er häufig um seinen Kopf an ihrem zu reiben (siehe Foto).
Napoleon ist nicht nur äußerlich, sondern auch vom Wesen her ein besonderer Kater, der mittlerweile aus unserer Familie nicht mehr wegzudenken ist.
Untermenü