Tierschutzverein Lilienthal, Worpswede und Grasberg e.V.


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Wenn Tiere ausgesetzt werden: Wir zeigen an!

Ein ganz normaler Tag im Katzenhaus des Tierschutzvereins Lilienthal, Worpswede und Grasberg. Bis zu jenem Moment, in dem ein Auto vorfährt. Insassen: ein Mann und – anscheinend – sein Hund. Den wolle er abgeben, jetzt und gleich, so der Mann zu Katzenhausbetreuerin Kathrin Schulze und der Ehrenamtlichen Katrin Lahmeyer. Der sei ja bissig. Der Hinweis, der Mann komme ja aus Bremen, zuständig sei also das Bremer Tierheim, beeindruckt den „Tierfreund“ nicht. Da würden die Tiere ja gar nicht gut behandelt, nein, er gebe den Hund hier ab. Wie fürsorglich… Er läßt sich auch nicht durch die Bemerkung abweisen, auf Hunde sei man hier im Lilienthaler Katzenhaus nun gar nicht eingerichtet. Schließlich droht er, fürsorglich wie er ist, das Tier auszusetzen, wenn es nicht aufgenommen werde. Deutliche Antwort von Kathrin Schulze: Dann werde er angezeigt, man habe die Autonummer notiert, und – welch erfreulicher Zufall – der Hund sei ja gechippt. Er sei also unverwechselbar zu identifizieren und sein Schicksal mit ein wenig Glück auch ein Stück zurückzuverfolgen. Alles ohne Erfolg: Der Mann greift seinen Vierbeiner, schiebt ihn ins Auto, und fährt davon.

Kurze Zeit später wird in der Lilienthaler Tierarztpraxis von Dr. Grzonka ein verletzter Hund eingeliefert. Offenbar ist er auf der Straße angefahren worden. Richtig geraten, der Chip bestätigt es: Es ist jener Hund! Wie er da wohl hingekommen sein mag? Vieles spricht dafür, daß der Mann seine Drohung – vor Zeugen ausgesprochen - wahrgemacht hat. Ausgesetzt! Vom fürsorglichen „Herrchen“ fehlt jede Spur. Er wird vom Tierschutzverein hören. Der Vereinsvorstand hat nun beschlossen, Anzeige zu erstatten.

Angezeigt wird auch jener Zirkus, der in der Osterzeit nahe dem Gelände der Firma Naber gastiert und – wohl ganz aus Versehen – vier Kaninchen zurückgelassen hatte. Übrigens obwohl eine namentlich bekannte Zeugin Zirkusmitarbeiter, die beim Abbau beschäftigt waren, vorher ausdrücklich auf die Tiere hingewiesen hatte. Kurz darauf war der Zirkus weg und vier Kaninchen liefer herrenlos herum. Drei von ihnen konnten inzwischen mit Hilfe von Kindern eingefangen werden, das vierte – ein weißes - ist noch unterwegs. „Unterwegs“ sind seither auch zwei Lebendfallen des Tierschutzes. Sie wurden aufgestellt um das Tier einzufangen und sind seither verschwunden. Und sie blieben auch verschollen, nachdem die Lilienthaler Tierschützer durch Schilder ausdrücklich auf ihr Eigentum hingewiesen und dringend um Rückgabe gebeten hatten. Schäbig genug, dem Tierschutz auch noch die Geräte fortzunehmen, die er oft genug benötigt, um Tieren helfen zu können. Auf jeden Fall: Wenn Tiere ausgesetzt werden, gibt es keinerlei Pardon, sondern stets und immer eine Anzeige.
Letzte Meldungen: Das vierte - das weiße - Kaninchen konnte nun auch eingefangen werden, nachdem es von einem freilaufenden Hund in arge Bedrängnis gebracht worden war. Und eine der beiden Lebendfallen ist auch wieder da - Unbekannte hatten sie achtlos in ein Maisfeld geworfen.








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